Ritter Namenlos

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Beschreibung


Ritter Namenlos Kurzbeschreibung

Wie nehmen Menschen mit starken geistigen Behinderungen wahr? Was denken sie? Was fühlen sie? Warum haben sie Tics? Fragen, die sehr schwer zu beantworten sind.


Thomas Wewers nähert sich in seiner Geschichte vom Ritter Namenlos diesen Fragen auf poetischer Weise. Ohne pädagogisierend oder moralisierend zu werden, entführt der Autor uns sprachgewaltig in eine bizarre Bilderwelt in der der Protagonist, Ritter Namenlos, auf der Suche nach Abenteuer und Reichtum Kämpfe zu bestehen hat, bei der er nach und nach feststellt: das Schwert benötigt er nicht, um einen Schatz zu finden, sondern innere Stärke und Achtsamkeit. Wewers, ausgebildeter Erzieher und Heilpädagoge arbeitete jahrelang im Gruppendienst für Menschen mit schweren geistigen Behinderungen, bevor er später die Wohnbereichsleitung dieses Arbeitsbereiches übernahm.


Ein tolles Buch, das sehr einfühlsam auf die Welt von Menschen mit geistiger Behinderung eingeht. Ein Werk, das man auch gut mit Kindern lesen kann, um ihnen das Thema "Behinderung" in Form eines Märchens näherzubringen.


Fünf von Fünf Sternen für diesen fundierten und zauberhaften Einblick. (Elise)


Produktinformation

  • Taschenbuch: 50 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 2 (12. August 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1516855647
  • ISBN-13: 978-1516855643
  • Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 0,3 x 20,3 cm



Rezensionen auf amazon


Sandra Schwoll
Die Kurzgeschichte "'Ritter Namenlos'" von Thomas Wefers ist ein modernes Märchen, das sich mit dem Leben und Erleben von Menschen mit geistigen Behinderungen auseinandersetzt.
Wefers lässt dafür den Ritter auf Schatzsuche gehen und ihn dabei mit verschiedenen Menschen in Berührung kommen, die allesamt eine besondere Art und Weise haben mit ihrer Umwelt zu kommunizieren und sie sich dadurch zu erschließen. Spannend ist dabei, wie die Annährung des Ritters zu den Personen vor sich geht und welche Lernprozesse beim Ritter ablaufen, damit er seinen Weg gehen kann und ans Ziel gelangt.
Und genau da liegt die Weisheit und die Magie dieser Geschichte: Was ist das Ziel, was macht reich und wo liegen wirklich die Schätze?
Sprachlich gibt es noch ein paar kleinere Hürden zu nehmen, jedoch schmälern sie nicht den Genuss und die Botschaft der Kurzgeschichte.

Fazit: Bizarre und dennoch (oder gerade deshalb?) berührende Auseinandersetzung mit dem Thema geistige Behinderung. Diese Kurzgeschichte eröffnet auf märchenhafte Weise einen anderen Zugang zu dieser oft befremdlich anmutenden Welt


B. Friedrichs

Ein modernes Märchen von einem Ritter, der auszog um Abenteuer zu bestehen, zu kämpfen und seinen Mut zu beweisen. Natürlich benötigt er dazu eine Rüstung und ein Schwert. Als ihm der Birkenmann von einem Schloss erzählt, das von 5 Kobolden und 2 Hexen bewacht wird und in dem sich unermessliche Reichtümer befänden, beschließt unser Held, sich aufzumachen um das Schloss zu finden und die Hexen und Kobolde zu besiegen. Auf seiner Reise trifft er allerlei seltsame Gestalten, z. B. auf die liegende Frau oder die tanzende Frau, muss Entscheidungen treffen und gelangt am Ende zu einer Erkenntnis.

Märchenhaft, bildgewaltig, humorvoll und poetisch beschreibt Thomas Wewers das Abenteuer des Ritters Namenlos.

5/5 Sterne für dieses interessante, spannende Märchen, das uns einen Blick in die Welt der geistigen Behinderungen gewährt. Allen Lesern, die neue Märchen lieben und sich auf etwas Neues einlassen wollen, empfehle ich diese Geschichte


Elsa Rieger
Von einem, der auszog, berühmt zu werden Rezension aus Deutschland vom 8. Oktober 2012Format: Kindle Ausgabe denn dem kleinen Ritter Namenlos reicht es jetzt, als noname daheim herumzuhocken, seine Rüstung zu putzen und ansonsten nichts, gar nichts (!) zu erleben. Schluss damit! Er zieht aus, um ein Schloss von Hexen und anderem Gesocks zu befreien.
Auf den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, es handelt sich um eine Geschichte für Kinder, schlicht formuliert, in einem Märchensetting.

Soweit, so gut
dachte ich, eine klassische Heldenreise also, auf dem Weg zum Ruhm, der von Abenteuern gespickt sein wird. Denkste!
Die Geschichte vom kleinen Ritter Namenlos verlangt einem mehr ab als reines lesen. Denn je weiter ich vordrang, desto tiefer wurde ich in das Geschehen hineingezogen. Warum? Weil die Charaktere, die dem Ritter begegnen, höchst interessant sind.

Der Text ergriff mich
Mehr und mehr spann Wewers mich ein; bald hing ich fest im Spinnennetz der spannenden Metaphern. Unerklärlich sind die Personen, denen der kleine Ritter begegnet. Was tun die nur, fragte ich mich, und ertappte mich dabei, eine archaische Angst vor dem Unbekannten zu verspüren. Das Fremde macht Angst, das Abnorme macht Angst. So ist das mit uns Menschen.

Doch ich kam dahinter
spätestens an der Stelle, als der kleine Ritter Namenlos auf eine Hütte im Wald stößt. Da liegt eine Frau im Bett und spielt mit einem Knäuel aus Gummibändern. Wirft den Ball hoch, fängt ihn, wirft ihn hoch, fängt ihn, während draußen vor der Tür gefährliches Knurren ums Haus streift.
Der Frau fällt der Gummibandknäuel herunter. Und das sprengt die Schranken – ein wilder Panther dringt ein; Todesgefahr! Der kleine Ritter hat natürlich auch Angst, aber er ist klever, erwischt den Ball und gibt ihn der Frau zurück. Was wird nun mit dem blutrünstigen Panther? Nein, das verrate ich natürlich nicht! Lesen Sie das Büchlein bitte selbst.

Sie tun damit außer sich selbst auch anderen etwas Gutes, denn der Erlös kommt der Einrichtung: Theater für Menschen mit Behinderungen zugute.

Diese Geschichte handelt von Menschen.
Von denen, die anders sind. Und davon, dass wir sie nicht wegsperren, wegmachen, vergessen können und sollen. Es geht um die sanfte Annäherung. Um Akzeptanz jener, die nicht der Norm entsprechen. Das ist sehr schwierig, liebe Leser, denn am liebsten würde man sich nicht mit Unannehmlichkeiten herumschlagen müssen. Fakt ist jedoch, geistige Behinderungen mehren sich; vielleicht, weil die Welt anstrengender geworden ist, weil der Missbrauch von Suchtmitteln verstärkt stattfindet und, sofern die Behinderung nicht angeboren ist, dadurch ausgelöst werden kann, wer weiß das schon. Fakt ist auch, dass diese vielen bedürftigen Menschen nicht einfach im Narrenturm verrotten dürfen. Dass sie gefördert werden müssen, ein bisschen Glück durch Projekte wie das, für das der Autor sich engagiert, erleben sollen.
Deswegen kauft das Buch! Bitte.

Auf ein persönliches Wort
Vielleicht hat mich das Büchlein deswegen tief ergriffen, weil mein Neffe, fast noch ein Kind, an paranoider Schizophrenie leidet, und mich eine der Begegnungen in der Geschichte verdammt an ihn erinnert.

Ich hoffe, alle holen sich dieses eBook. Einfach, um zu verstehen, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt als ein gemütliches, angenehmes Leben.